Zitat vom Walter Däpp (1946)

Bärner Pfarrer und Dichter Kurt Marti

Zitat von Walter Däpp (1946)
us de Morge-Gschichte „Langsam pressiere“

Weles isch eigetlech ds wichtigschte Wort?

Ischs zum Byspiu Läbe?
Oder Liebi?
Oder Fride?
Oder isch es dr Name vo dr Frou?
Oder vom Maa?
Vor Fründin?
Oder vom Fründ?
Vor Mueter?
Oder vom Vater?
Oder vom ne Ching? 
Hets mit em Gloube z tüe?  
Gott?
Allah?
Buddha?
Chönnts Himu sy?
Oder Hoffnig?

Di Frag nach dem wichtigschte Wort hani mau em Bärner Pfarrer und Dichter Kurt Marti gstellt, wo mit Wörter virtuos u glychzitig o bsunders gnau u überleit umggangen isch. Aber di Frag het ne fasch chli überrumplet. Er het ämu lang überleit – u nach emne Zytli de gseit, für ihn syg das wichtigschte Wort äuä kes grosses, sondern ender es chlyses – vilech ds Wörtli „und".

Und? Warum „und“? Warum so nes unschynbars Wort, wo chuum für sich sälber cha stah? Eis, wo ersch Sinn macht, we es angers Wort vor em u eis nach em chunnt? „Liebi" würd doch meh ussäge. Oder „Aerde“. Oder "Himu", „Luft“ oder äbe „Läbe“.

Aber nei: Für e Kurt Marti isch ds wichtigschte Wort ds Wörtli „UND“ gsi. Nid di grosse, sondern die chlyne Wörter syge ds Fermänt vor Sprach, der Chitt, het er gseit. „UND“ syg wichtig, wüls verbingi statt trenni. Mit „UND“ chönn me o Gägesätz u Unverybars mitenang verbinde. „UND“ syg scho unverzichtbar gsi bi Adam und Eva. Oder bi Romeo und Julia.
Kes Paar ohni „UND". U scho  nume , we me öppis ufzelli, göngs nid ohni „UND“.

"UND": Däm chline Wort e grossi Bedütig z gä – das het sy Grund.

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