Zur Erinnerung

Chor der Pauluskirche Länggasse
AH Bruno Messerli

Zur Erinnerung an
Prof.em.Dr.Dr.mult. Bruno Messerli v/o Turm

 

 

 

Neugründung unserer Jungverbindung

Im Januar 1952 haben wir die Jungverbindung unserer Halleriana Bernensis dank der Unterstützung durch die Lehrer Tupf, Stoss und Baldur aus dem Städtischen Gymnasium Bern ohne Trinkzwang neu gegründet. Dabei hat der leider verstorbene Dur eine wichtige koordinierende Aufgabe übernommen. Gründungsmitglieder waren Turm, Chutz, Fratz, Klang, Schabo, Zack und Chire. Unseren Treffpunkt haben wir in einem mächtigen Gewölbekeller an der Aarbergergasse eingerichtet. Gerne erinnere ich mich daran, dass Chutz und ich im Gantlokal für 50 Franken ziemlich frech einen Louis15-Sessel ersteigert und dann zusammen über die Lorrainebrücke in unseren Keller getragen haben! In diesem besonderen Raum, den wir heizen und gegen die Feuchtigkeit schützen mussten, haben wir viele gesellige Anlässe erlebt. Gute Erinnerungen habe ich auch an unsere sportlichen Betätigungen (für Fitness und geistige Reaktion), als wir uns gemeinsam im Boxen, Fechten und Reiten trainierten. Während des Studiums wurden Turm und ich sogar einmal OL-Meister der Universität Bern.

 

Zum Lebenslauf von Turm

Unser Couleurbruder Bruno Messerli v/o Turm hat Geographie und Geologie an der Universität Bern studiert, wo er 1962 promovierte. Nach seiner Habilitation 1965 wurde er 1968 von der Universität Bern zum Ordentlichen Professor in Geomorphologie berufen, wo er bis zu seiner Emeritierung 1996 in Lehre und Forschung wirkte. 1979 bis 1984 war Bruno Messerli Direktor des Geographischen Instituts der Universität Bern, 1986 bis 1987 Rektor der Universität Bern. In der Armee hat er insgesamt 1400 Diensttage geleistet, zuletzt als Oberstleutnant im Armeestab.
Er war zudem Vorsitzender des Gebirgsprogramms im MAB-Programm der UNESCO, Koordinator des UNO-Gebirgsprogramms und 1996 bis 2000 Präsident der Internationalen Geographischen Union (IGU).

Bruno Messerli war ein Schweizer Geograph und Hochschullehrer, dessen Werk sich mit geographischer Hochgebirgsforschung befasste. Seine Hauptverdienste lagen in der Feldforschung zu Fragen der Vergletscherung, Klimageschichte, Umweltveränderung und Ressourcen in den Bergen.

1992 gehörte Bruno Messerli zur Schweizer Delegation an der legendären UNO-Konferenz in Rio de Janeiro, die als Meilenstein der Umwelt- und Entwicklungspolitik gilt – als die Gebirge in die Agenda 21 für Nachhaltigkeit aufgenommen wurden.

Er war Träger des Welt-Geographiepreises «Vautrin Lud» und des Marcel Benoit-Preises, der auch als «Schweizer Nobelpreis gilt. Auf seiner Laufbahn erhielt er mehrere Ehrendoktortitel, unter anderen von der Freien Universität Berlin und der Universität Innsbruck. Er war Ehrenmitglied der Schweizer Akademie der Wissenschaften und Mitglied in vielen andern Organisationen.

 

In der Berner Zeitung hat die Universität Bern Bruno Messerli als einen leidenschaftlichen Geographen gewürdigt, dessen Vorträge niemanden unberührt liessen. Mit seiner tragenden Stimme habe er die Dinge beim Namen genannt, unverbiestert, volksnah und optimistisch. Die Berge waren sein Thema. Als globalisierter Forscher wanderte er unermüdlich im Himalaja, in den Anden, im Atlas und in den Alpen umher, als der Klimawandel noch kein Thema war.
Er hat die fundamentale Bedeutung der Gebirge für den ganzen Wasserhaushalt herausgearbeitet und dazu beigetragen, dass sich die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auch auf die fragilen Bergregionen richtete, was heute als selbstverständlich gilt.

Bruno Messerli gehörte zu den Gründern des Centre for Development and Environment (CDE) der Universität Bern, das heute von seinem Sohn Prof. Dr. Peter Messerli geleitet wird und Weltruf in der Nachhaltigkeitsforschung geniesst.
Bruno Messerli ist an zahlreichen geographischen Werken beteiligt und hat weltweit viele Goldmedallien erworben.

 

Am 4. Februar 2019 ist er im Alter von 88 Jahren verstorben. An der würdigen, musikalischen, mehrsprachigen, zweistündigen Trauerfeier vom 16. Februar 2019 in der voll besetzten Pauluskirche Länggasse (mit Trauergästen und Würdigungen aus der weiten Welt) haben auch viele Couleurbrüder teilgenommen.

Wir Hallerianer werden unseren verehrten, lieben Freund Turm stets in ehrender Erinnerung behalten.

 

AH Erich Gerber v/o Chire

 

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Neueste Kommentare

20.05 | 08:48

Herzlichen Dank an den Aktivsenior.
Vom Unfaullen aus Interlaken.
Tolle Leistung.
Die Ermunterung zum Besuch trifft präparierten Boden.

...
05.05 | 10:40

Feier mit Stil. Schöne Musik, Geschichten zum Schmunzeln, Witziger Lebenslauf von Rolf, feierliche Kleidung aller Gäste. Wunderbares Ambiente,
Essen, Service!

...
17.05 | 09:21
09.05 | 17:48
Zum Aelterwerden erhielt 1
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