Mein Bericht vom 12. Dezember 2020

Wir turnen um 09.30 Uhr mit Tele Züri
So gut werden wir in der Wohnung bedient!

Erich und Susy Gerber (Wohnung 230 AZ Herzogenmühle)

Schon 12 Tage in der Corona-Isolation
Mein Erlebnisbericht vom 16. Dezember 2020

Hier möchte ich festhalten, was meine Frau Susy und ich in den vergangenen Tagen mit dem Virus Corona erlebt und durchgemacht haben und sind gespannt, wie es wohl weitergeht. Seit dem 10. Oktober 2019 leben wir hier im Alterszentrum und fühlen uns gut aufgehoben und zuhause. Wir lieben uns von Herzen.

Was ist geschehen?

Als wir am Donnerstag, dem 3. Dezember erwachten, hatte Susy Fiebergefühle und mochte nicht aufstehen. Die Pflegerin hat dann bei ihr 38,2 Grad Fieber und bei mir eine Temperatur von 36,5 Grad gemessen.
Wichtig:  Seit dem 4. Dezember sind wir beide fieberfrei. Der Sauerstoffgehalt in den Fingern beträgt bei uns zwischen 92 und 97 Grad, was für die Lungenfunktion wichtig ist.
Wir werden zweimal pro Tag gemessen und mit allem versorgt. Dreimal bringt man uns Mahlzeiten in gewünschter Art und Portion. 

Am 4. Dezember wurden wir beide um 15.30 Uhr von einem Fachmann des Labors Viollier betreffend Corona getestet. Der molekular-biologische Befund Coronavirus SARS-CoV2 PCR von MD Maurice Rodondo lautete für uns beide positiv.
Das hat uns die Leitung des AZ am Montag 7. Dezember, telefonisch mitgeteilt. Das bedeutet, dass wir beide für andere ansteckend sind, auch wenn wir keine Symptome haben und uns wohl fühlen (was für uns ja der Fall ist). 

Am Sonntag hat mich ein Herr Cataldi angerufen, den ich nicht kenne und der vermutlich zu einem Amt gehört. Er hat mir verschiedene Fragen zu meinem Befund gestellt. Als er mich nach unserer Adresse befragte und ich ihm das Alterszentrum Herzogenmühle nannte, hat er mir gesagt, da sei jemand anderes zuständig. Nachher habe ich nichts mehr von ihm gehört.
Die Möglichkeit eines zweiten Tests hat er bejaht. Er kenne sogar einen Fall, wo ein 2. Test am folgenden Tag einen andern Befund ergeben habe. Auch ein Gespräch mit meinem Schwager hat mich auf die Idee für einen zweiten Test gebracht.  

Am Montag, 7. Dezember, habe ich unserem Büro gemailt, dass ich einen 2. Corona-Test von einem Arzt machen lassen möchte.

Als vermutlich alle Pflegeleute und Bewohnenden am Nachmittag des 8. Dezember sowieso getestet wurden, kam die Fachperson auch bei mir vorbei und hat mich in unserer Wohnung wie üblich getestet. Meine Frau Susy wollte diesen Versuch nicht machen. Da sie leicht hustet, nehmen wir einen guten Sirup. Ob sie weiterhin positiv ist, werden wir voraussichtlich erfahren, wenn am Freitag, 18. Dezember alle Bewohnenden erneut getestet werden.  

Ich war dann ziemlich überrascht, als der gleiche Arzt das Resultat meines zweiten Tests als Corona-negativ beurteilte. Innerhalb von 4. Tagen wurde ich also von CORONA-positiv zu CORONA-negativ, was mich sehr freut, zum System aber etwas stutzig macht. Meine Frau wäre es jetzt vielleicht auch, wenn…
Now Wait and See!

Wie ich heute von einer Pflegefrau auf meine Frage erfahren habe, sind (mit uns) zur Zeit 14 Mitbewohnende POSITIV. Das Pflegepersonal soll gemäss dem erwähnten Test NEGATIV sein. Positiv getestete Angestellte müssen zuhause bleiben.

Jede Isolation muss beendet werden.

Ein Missverständnis gab es zur ISOLATION.
Mit Mail vom 8.12. hatte ich der Leiterin geschrieben, dass ich meine Isolation auf jeden Fall «beenden» werde. Gemeint war, dass ich diese auf jeden Fall zu Ende führen werde. Am gleichen Abend kamen Frau Gerlach und Frau Cigallo mit einem Schreiben in unser Appartment, worin stand, dass die Nichteinhaltung der Isolation eine grobe Störung der Hausordnung in der Hausgemeinschaft bedeuten und zu weiteren Konsequenzen führen könnte. Dieses Missverständnis mit meinem Begriff «beenden» habe ich hoffentlich geklärt.


Obschon ich jetzt als CORONA-negativ beurteilt werde, werden meine Frau und ich diese Isolation wie notiert in unserem Appartment zu Ende führen. Als «Negativer» könnte ich im Speisesaal essen und mit andern zusammenkommen. Aber ich will so wenig wie möglich riskieren. Drum bleiben wir isoliert hier drin, wo wir uns zuhause fühlen und sehr gut betreut werden. Jetzt sind schon 12 Tage unserer Isolation vorbei!

In Altersheimen sterben so viele Leute an Corona…

Die Nachricht traf uns alle sehr hart, als wir vernahmen, dass mein sehr guter Bekannter Fredy Neuenschwander vorgestern hier im AZ verstorben ist. Im vergangenen Jahr hatten wir sehr viele persönliche Gespräche. Sein Hinschied tut mir sehr leid.

Schlussfrage: Wie lange dauert unsere Isolation wohl noch?

Gesund bleiben ist uns viel wichtiger.

Ende dieses Berichtes

 

 

 

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Neueste Kommentare

26.11 | 00:43

lieber erich

hast du gehört, dass unser toller kamerad WALTER RÖSLI, ehemaliger verkehrsdirektor der stadt bern, vor einigen tagen 85-jährig verstorben ist?

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17.11 | 11:35

Auch ich habe den Bau besichtigt. Beängstigend schön. Auf dem Parkgelände viele Besucher. Im USZ verschlossene Türen? Corona aha! Albert grüsst herzlich Beide

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09.11 | 22:22

Lieber Erich, heute habe ich mich wieder einmal durch einige Webseiten 'geblättert' und dabei auch Deine Seite besucht. Herzliche Gratulation zu dieser Wahl!

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28.10 | 16:59

Danke, lieber René, gerne denken wir an früher zurück: das macht grosse Freude! Dein Erich

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