Zusage des Friedhofamtes der Stadt Zürich

Einrichtung eines Baumweges im Friedhof Schwamendingen

Zusage von Herrn Rolf Steinmann
Chef des Bestattungs- und Friedhofamtes der Stadt Zürich

Am 13. Oktober 2015 hat mir Herr Rolf Steinmann telefonisch mitgeteilt, dass er damit einverstanden ist, bis Ende April 2016 etwa 20 besondere Bäume im Zentrum des Friedhofs Schwamendingen im Rundgang besonders zu markieren. Kontaktperson ist Frau Judith Maas, Chefin der Grünflächenverwaltung im Bezirk Schwamendingen-Oerlikon (Süd). Ueber diese Zusage freue ich mich sehr. Wir verdanken sie auch der persönlichen Unterstützung von Frau Maya Burri-Wenger, Präsidentin des Quartiervereins Schwamendingen.

Erich Gerber

 

Ergänzung
Inzwischen habe ich zu meiner grossen Freude von Frau Judith Maas erfahren, dass bis Ende April 2016 insgesamt 64 Bäume und Gehölze im Friedhof Schwamendingen markiert werden. Sogar eine farbige Broschüre ist in Vorbereitung.

Im Rahmen einer Veranstaltung des Quartiervereins Schwamendingen wird die offizielle Eröffung dieses neuen Baumweges am Mittwoch, 11.Mai 2016, von 18 bis 19 Uhr stattfinden. Treffpunkt beim Haupteingang. Führung zu den Hauptbäumen durch Frau Judith Maas, Chefin der Grünflächenverwaltung von Grün Stadt Zürich für Zürich Nord.

Wegweiser im Friedhof Enzenbühl
Beschriftung einer Himalaja-Birke mit kleinem Ständer vor dem Baum im Friedhof Manegg

Das folgende Gesuch habe ich heute per Post eingereicht.

Herrn
Rolf Steinmann
Chef des Bestattungs- und Friedhofamtes der Stadt Zürich
Stadthausquai 17
8001 Zürich

 Schwamendingen, 7. Oktober 2015

Für einen botanischen Weg im Friedhof Schwamendingen!

Gesuch für die Einrichtung einer kleinen öffentlichen Erholungs- und Ruhezone mit etwa 12 markierten Bäumen und weiteren Sitzgelegenheiten im Zentrum des Friedhofs Schwamendingen

Sehr geehrter Herr Direktor,

Mein höfliches Gesuch

Im zentralen Teil unseres Friedhofs, der später voraussichtlich nicht für die Schaffung von Reihengräbern  benutzt wird, ersuche ich Sie höflich, auf vorhandenen Wegen eine kleine Erholungs- und Ruhezone mit weiteren Sitzgelegenheiten einzurichten und etwa 12 besondere Bäume auf kleinen Ständern anzuschreiben. Interessierten Personen könnte die Friedhofverwaltung einen Flyer mit Angaben über die Anlage und zu diesen Bäumen abgeben.

Wie aus der Beilage hervorgeht, unterstützt Frau Maya Burri als Präsidentin des Quartier-
Vereins dieses Gesuch. An der Spitze des Dachverbandes aller Schwamendinger Vereine betrachtet sie diese Neuerung ebenfalls als erfreulichen Dienst für unsere Bevölkerung. 

Meine Begründung

Ich habe im vergangenen Sommer in enger Zusammenarbeit mit der Friedhof-verwalterin Frau Elisabeth Fleuti und Frau Kathrin Mages als Leiterin in der Ladenkirche der ref. Kirche Schwaendingen an der Winterthurerstrasse 659 eine Fotoausstellung zum Thema „Faszination Bäume“ durchgeführt. Diese Ausstellung dauerte vom 29. Mai bis zum 10. August und wurde rege besucht.

Im Friedhof habe ich schon im Sommer und Winter des vergangenen Jahres ungewöhnliche Pflanzen und Bäume aus verschiedenen Jahreszeiten fotografiert. (Ich wusste damals noch nicht, dass das Fotografieren in Friedhöfen verboten ist und habe mich später gebührend dafür entschuldigt.)

Aus rund 60 Bildern, die ich im Format A4 selber ausgedruckt habe, ist dann diese Ausstellung entstanden. Frau Elisabeth Fleuti hat diese Bäume und deren Herkunft professionell bezeichnet. Frau Kathrin Mages hat meine Bilder kunstvoll auf wunderschönen alten Holzbrettern befestigt und damit eine ganz besondere Waldatmosphäre geschaffen.

In einem ersten Gespräch vom 16. April  hat Frau Judith Maag als Chefin der Grünflächenverwaltung von Zürich-Nord die Idee eines solchen Rundgangs mit Bäumen grundsätzlich begrüsst und sogar einen Flyer für die BesucherInnen angedeutet.

Am 28. Mai hat die Quartierzeitung „Zürich Nord“ mit einem Bild und der Schlagzeile „Botanischer Garten“ in Schwamendingen über diese Idee berichtet.

Etwa 20 Personen haben am Wettbewerb „Blatt für Blatt“ zu den häufigsten Bäumen teilgenommen. Es galt, eine Serie von Blättern richtig zu bezeichnen.

Am 25. Juni hat ein Abendanlass mit 12 Personen zum Thema „Bäume in der Literatur“ stattgefunden. Dafür habe ich eine Reihe von Gedichten angeschlagen. Mich hat besonders berührt, dass alle Teilnehmer das von ihnen ausgewählte Gedicht selber vorgelesen haben.

Am Abend des 11. Juni 2015 hat Frau Elisabeth Fleuti mit Zustimmung Ihrer Verwaltung rund 30 Personen durch den Friedhof geführt, was auf reges Interesse gestossen ist. Sie hat es  sehr gut verstanden, uns das Wesen dieser doch recht ungewöhnlichen Bäume näher zu bringen.

Dabei hat sich gezeigt, dass manche FriedhofbesucherInnen die Namen besonders markanter Bäume kennenlernen möchten.
 
In einer kleinen Konsultativabstimmung, die ich während der Sitzpause unter der mächtigen „Winter-Linde“ durchgeführt habe, waren die Anwesenden einhellig dafür, dass man die besonderen Bäume mit einem kleinen Ständer markiert, auf dem die deutsche /lateinische Bezeichung und das Herkunftsland gut lesbar sind (siehe das Beispiel aus dem Friedhof Manegg).

Frau Elisabeth Fleuti hat an jenem Abend auf dem etwa einstündigen, gemütlichen Rundgang folgende Bäume gezeigt und fachfraulich gut erklärt:

Kaukasische Flügelnuss, Rot-Buche (hängend), Taubenbaum/ Taschentuchbaum, Sumpfzypresse, Stieleiche, Winter-Linde, Kuchenbaum/Judasblattbaum, Föhre /Waldkiefer, Ginkgo /Biloba und Tulpenbaum. Diese Auswahl ist beliebig.

Bei späteren Rundgängen in andern Friedhöfen habe ich festgestellt, dass dort einzelne Bäume ebenfalls angeschrieben sind. Im Friedhof Enzenbühl habe ich sogar einen Wegweiser zur „Botanischen Allee“ gefunden (siehe Bild). Dieser Wegweiser hat mich auf die Idee für das vorliegende Gesuch gebracht:

Könnte unser Friedhof auch einzelne markierte Bäume zeigen – wie in den erwähnten Anlagen?

Etwa 30 Bäume sind dort mit kleinen Plättchen am Stamm markiert. (Ein kleiner Ständer vor dem Baum ist vorzuziehen.) Im Friedhof Manegg habe ich grossartige Bäume angetroffen. Auch dort sind einzelne Bäume markiert.

Wie ich bei meinen Recherchen herausgefunden habe und der Tages-Anzeiger vom 5. Oktober bestätigt, nimmt die Nachfrage nach Gemeinschaftsgräbern in den kommenden Jahren auf unseren Friedhöfen stark zu, auch bei uns in Schwamendingen. Dazu möchte ich Sie zitieren. Rolf Steinmann: „Heute wählen rund 40 Prozent das Gemeinschaftsgrab, und rund 90 Prozent aller Verstorbenen lassen sich kremieren.“

Infolgedessen lassen sich gemäss Planung von Grün Stadt Zürich andere Teile von Friedhöfen mit der Zeit zu ausdrücklichen Erholungs- und Ruhezonen mit Sitzgelegenheiten umgestalten. Allerdings ist jeglicher Rummel zu untersagen.

Meine Zusammenarbeit mit Ihrem Amt, der Friedhofverwaltung Schwa-mendingen und der Ladenkirche hat bestens geklappt. Dafür bin ich sehr dankbar.

In diesem Sinn bitte ich Sie höflich, mein Gesuch wohlwollend zu prüfen und bestmöglich umzusetzen. Gerne bin ich für Besprechungen bereit.

Mit freundlichen Grüssen
Erich Gerber

Kopie zur Information an die bisher beteiligten Persönlichkeiten:

Frau Judith Maas (judith.maas@zuerich.ch)

Frau Elisabeth Fleuti (elisabeth.fleuti@zuerich.ch)

Frau Kathrin Mages (kathrin.mages@ladenkirche.ch)

Frau Maya Burri-Wenger (maya.burri-wenger@qvs.ch )

 

Abschrift

Quartierverein
Schwamendingen
Postfach 8051 Zürich

Zürich, 6. Oktober 2015

Gesuch zur Errichtung einer öffentlichen Erholungs- und Ruhezone
mit 12 markierten Bäumen und weiteren Sitzgelegenheiten im Zentrum des Friedhofs Schwamendingen

Sehr geehrter Herr Gerber

Ich danke Ihnen für Ihr Engagement für die Einrichtung einer öffentlichen Erholungs- und Ruhezone auf dem Friedhof Schwamendingen und die Markierung einzelner, besonders erwähnenswerter Bäume. Dies ist ganz im Sinne der Gartenstadt Schwamendingen.

Der Einsatz von aktiven Bürgerinnen und Bürgern für eine gute Lebensqualität in Schwamendingen ist mir sehr wichtig. Ich unterstütze daher Anliegen gerne und hoffe, dass die zuständigen Stellen die von Ihnen gemachten Vorschläge umsetzen werden. Bitte halten Sie mich doch über den Verlauf Ihres Anliegens auf dem Laufenden.

Mit freundlichen Grüssen

Sig.

M. Burri

Quartierverein Schwamendingen
Maya Burri-Wenger
Präsidentin

Herzogenmühlestrasse 122 8051 Zürich
Tel. P 044 321 09 69  Mobil: 079 315 58 72
Mail: mayaburri@bluewin.ch

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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