vom 20. Mai

Susy und Erich im Speisesaal

Mein Onlinebericht 
zum Alterszentrum Herzogenmühle in Schwamendingen
und zum frei erfundenen RC Redliwil

Zürich, 20. Mai 2020

Liebe Freundinnen und Freunde

Danke, lieber Mario, dass ich etwas zu diesem E-Lunch beitragen kann!  Und danke auch Dir, lieber CICO Pascal, für Deine wertvolle technische Unterstützung, die ich sehr schätze und die unseren Club noch bekannter macht.

Wahrscheinlich bin ich nicht der einzige, der dieser besonderen Lunchform leicht nachtrauern wird: denn ich denke zum Beispiel gerne zurück an die algerische Wüste, die wir mit Beat erlebt haben und an den interessanten Besuch in der Industrieunternehmung von Hans-Peter Friedli. Vor allem bekam ich Gelegenheit, auch Eure Vornamen online noch besser kennenzulernen, liebe Clubmitglieder!

Mitmachen möchte ich mit diesem Bericht zum Alterszentrum Herzogenmühle, wo meine Frau Susy und ich seit 30 Wochen leben. Dann mit einzelnen Glossen aus meinem frei erfundenen Schweizer Rotary Club REDLIWIL.
Ja, wir fühlen uns hier schon zuhause!
Alles wird für uns getan – fast wie in einem Ferienhotel!


Das Allerwichtigste und Beste, was meine Frau und ich hier erleben, geniessen und deshalb schätzen, ist die HERZLICHKEIT zwischen allen Menschen, die hier wirken und leben, vom ersten bis zum letzten Moment jeden Tages. Gestern habe ich auf einem geführten Bummel im Quartier zum Beispiel erfahren, dass auch 11 Personen aus Eritrea angestellt sind.

Unser Haus lebt von guten persönlichen Kontakten, vom Reden miteinander. Von der Pflegerin Sadiku merke ich mir folgenden Leitsatz: «Miteinander reden ist besser als Medizin.»

Das ist besonders nötig und wichtig für die vielen MitbewohnerInnen , die zum Teil seit Jahren alleine sind und auf passende Programme und Kontakte angewiesen sind.

Andere wichtige Punkte möchte ich aus Zeitgründen jetzt nur aufzählen:
Die kompetente, jederzeit gut ansprechbare Leitung durch Frau Raffaela Cigallo; das hervorragende, gesunde Essen; der perfekte Wäschedienst; die tüchtige Wohnungsreinigung; der sehr gute, persönliche Pflegedienst sowie das breite Angebot an Programmen.

Unser Zentrum umfasst 70 Einerzimmer und 5 Doppelzimmer-Appartments. Gegenwärtig leben hier 68 Frauen und 11 Männer.
Die älteste Frau ist 105 Jahre alt. Unsere «Herzogenmühle» verfügt über eine eigene Pflegeabteilung. Betreuung und Pflege erfolgen um die Uhr. Menschen mit Demenz werden nicht aufgenommen. Wer aufgenommen wird, kann bis zum Lebensende bleiben.
53 Prozent der Bewohnenden sind allerdings auf Ergänzungsleistungen angewiesen.

Unsere eigenen Kosten
Pro Monat bezahlen wir für uns beide im 2-Zimmer-Appartment bei voller Pension (mit 3 Mahlzeiten), Teilpflege und Nebenleistungen total rund 8'200.- Franken, die der Bank belastet werden. Diese Kosten steigen mit zunehmender Pflege.

Kurzer Rückblick:
Wie Ihr wohl wisst, hat meine Frau am 1. Juli 2019 im Alter von 84 Jahren bei uns zuhause einen Hirnschlag erlitten. Sie wurde sofort im Unispital operiert und dann mehrere Wochen in der Rehaklinik Lengg umfassend therapiert.
Mit einschlägigen Therapien erlernt sie jetzt ihre Sprache neu, was eine grosse Anstrengung und viel Geduld erfordert. Susy macht jeden Tag gute Fortschritte.

In einer Sekunde hat sich unser Leben total verändert. Als ich nach unserem Schicksalsschlag bei meinem Arzt Beni in die Visite ging, hat er mich gefragt: «Erich, was machst Du, wenn es Dir selber plötzlich schlecht geht? Wäre es nicht Zeit, über ein Alterszentrum nachzudenken?» 

Ja, das hat gewirkt: Nach 3 Monaten, am 10. Oktober, sind wir im gleichen Quartier ins Alterszentrum Herzogenmühle umgezogen, wo wir uns schon vor einigen Jahren einmal umgesehen haben. Ich kann mir nicht vorstellen, wie alles ohne diesen Umzug herausgekommen wäre…

Das Gesundheits- und Umweltdepartement von Stadtrat Andreas Hauri betreut insgesamt 23 städtische Alterszentren, in denen gegenwärtig rund 2'000 ältere Menschen leben. In einer persönlichen Befragung von 2019 haben sich 58 % der Bewohner sehr zufrieden und 35% zufrieden mit ihrem Leben im Zentrum erklärt.

Jetzt komme ich zum Club Redliwil mit der Adresse
www.rc-redliwil.ch

Mit Unterstützung durch die Governors habe ich Ende 2014 diesen Schweizer Rotary Club frei erfunden, in enger Zusammenarbeit mit meinem deutschen Rotaryfreund Alexander Hoffmann vom Club Frankfurt. Er liefert gegen Bezahlung die Themen für 12 Glossen, die ich dann als ehrenamtlicher Administrator für unser Land bearbeite und zusammen mit der Agentur WORDPRESS publiziere. Bis heute sind es 92 Glossen. Die Statistik von Redliwil zählt seit Beginn insgesamt 159'169 Aufrufe.

Erfreulicher Weise haben mehrere Mitglieder Artikel beigetragen:

Rot. Heinz Anderegg mit verschiedenen «Geschichten aus dem Leben» (z.B. Frühstück mit Papa). Vom leider verstorbenen PDG Jörg Tschopp stammen Erinnerungen von seinen Clubbesuchen. Rot. Karl Gautschi vom Club Aarau hat über die «Ruhe und Gelassenheit im Alter» geschrieben und vom künftigen DG Reto Fritz habe ich eine lustige EPISTULA zur modernen ORTOGRAFI erhalten. 

Die Glosse «Der Club Med». die ich jetzt vortrage, wurde mit der Rekordzahl von 34'434 Aufrufen registriert. "Der Präsenzoptimierer» folgt nachher. Viel Vergnügen!
Unser CICO macht 5 Versionen jetzt hörbar über 
https://rotary-limmattal.ch/de/

Stoff für später

Zu unserem Alterszentrum:
Es verfügt über einen Mehrzwecksaal, Aufenthaltsräume und eine Bibliothek sowie über ein vielseitiges Angebot an Veranstaltungen, Aktivitäten, Vorträgen und Konzerten. Im Mehrzwecksaal ist eine Höranlage eingebaut. Jetzt während der Coronazeit werden jeden Nachmittag beliebte alte Filme gezeigt, kürzlich zum Beispiel zu 100 Jahre Nationalzirkus Knie.
Am Dienstag früh wird gruppenweise geturnt, am Nachmittag gesungen. Auch das Gedächtnis lässt sich trainieren.
Am Donnerstagmittag werden ökumenische online-Gottesdienste aus den Kirchen St.Gallus und St. Niklaus ausgestrahlt.

In normalen Zeiten verfügt unser Zentrum über ein öffentliches Restaurant, wo man sich mit der Familie und mit Freunden treffen kann. Ferner über eine Garage und eine schöne Gartenanlage, wo wir gegenwärtig bummeln können. Eine Coiffeuse und 2 Hometrainer sind ebenfalls vorhanden.

Therapien
Meine Frau Susy bekämpft ihre Aphasieprobleme mit folgenden ärztlich verordneten Therapien: Logopädie mit Frau Marsha Mayer (einstündiges online Zoomprogramm sowie Uebungen im Aphasiebuch, wo ich selber mithelfe), Ergotherapie mit Frau Barbara Stähli (extern, mit schriftlichen Aufgaben) und Physiotherapie mit Frau Sarah Häni (im Haus). Meine Frau macht gute Fortschritte, vor allem bei stressfreieren Telefongesprächen mit unserer Tochter Brida, die 2mal im Tag mit SKYPE anruft.

Schluss

 

 

 

 

 

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Neueste Kommentare

24.07 | 21:27

Erich, der beste Hotelfachschul Direktor, der die Schweiz je hatte!

...
25.07 | 14:01
06.06 | 18:12
Rikscha-Fahren erhielt 1
16.05 | 18:47
Schwamendingen erhielt 1
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