zum Bundesgesetz über die Berufliche Vorsorge (BVG)

Frage an Herrn Bundesrat Berset:

Zum Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG)
vom 25. Juni 1982

Weshalb wird dieses Gesetz mit der Altersdiskriminierung
nicht revidiert?

Die Berufliche Vorsorge umfasst alle Massnahmen auf kollektiver Basis, die den älteren Menschen, den Hinterbliebenen und Invaliden beim Eintreten eines Versicherungsfalles (Alter, Tod oder Invalidität) zusammen mit den Leistungen der eidgenössischen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) die Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung in angemessener Weise erlauben.

Vor 35 Jahren war ich im Aussendienst einer Versicherung tätig und schloss mit Kunden den BVG-Vertrag für deren Arbeit-nehmer ab. Damals bestand nur die AHV mit einem einheitlichen Beitragssatz von 8 %. Das BVG sah vor: Alle 10 Jahre steigt der Satz von 7,5 auf 10 %, ab Alter 45 auf 15 %, ab 55 sogar auf 18 %, bei einem Koordinationsabzug von Fr. 21'000.- Damit sollte die erste Säule abgedeckt sein. Das war völlig anders als bei der AHV, deshalb brauchte es folgende Erklärung: „Jetzt am Anfang soll die Generation 45+ für die letzten 20 Jahre mit 15 % mehr Kapital bilden können und die Generation 55+ mit 18 % für die restlichen 10 Jahre.“

Man kannte die Revisionen bei der AHV und vertraute auf eine baldige BVG-Revision vom Start auf Dauerbetrieb. Spätestens nach 10 Jahren, 1995, hätte der Satz 18 % mit der Pensionierung der Generation 55 wegfallen müssen. Bis heute ist in dieser Sache nichts geschehen.
Die zu Beginn im Alter 25 eingetretene Generation hat nun in 30 Jahren Kapital gebildet und wird jetzt auf 18 % hochgestuft.
Das ist eine reine Altersdiskriminierung. Viele verlieren ihre Stelle oder werden reduziert. Arbeit im Stundenlohn ist willkommen, denn die Firma spart ihre BVG-Beiträge. So fehlt vielen im Alter ab 55 bis 60 das BVG, sei es wegen Teilzeitarbeit oder Arbeitslosigkeit.
Die Langzeitarbeitslosen werden ausgesteuert und fallen aus der Statistik. Damit meint die Politik, wir hätten nur 3,2 % Arbeitslose. Weil es den Politikern gut geht, ist das BVG für sie anscheinend kein Thema – und leider besteht kein Handlungsbedarf.
Bei der Pensionierung berechtigt eine schwache Rente zum Bezug von AHV-Ergänzungsleistungen, mit steigender Tendenz.

Was sagen Sie zu folgendem Lösungsansatz: Einen, höchstens zwei Ansätze schaffen, z.B.  8 % ab Alter 25 und 12 % ab Alter 45, mit Reduktion des Koordinationsabzuges auf Fr. 10'000.- Damit würden die Renten der Teilzeitangestellten verbessert und AHV-Ergänzungsleistungen gespart.

Richard Limburg, Nordstrasse 319, 8037 Zürich, 044 271 56 53


NB. Im Alter 60 wurde mir auch gekündigt. Ich schrieb Bewerbungen und erhielt folgende Antworten: Man habe sich jemand Jüngeren vorgestellt, oder ich sei überqualifiziert. Ich arbeitete an verschiedenen Orten im Stundenlohn und als Provisionsverkäufer, sogar als Fotomodell.

Aus Erfahrung kenne ich diese Situation leider bestens.

11.01.2018

 

Ich unterstütze und befürworte diese Frage an
Herrn Bundesrat Berset:


Erich Gerber
Stettbachstrasse 75, 8051 Zürich
Tel. 044 322 59 86
erich.gerber-zh@bluewin.ch

 

 

Neuen Kommentar schreiben (Hier klicken)

123website.ch
Zeichen zur Verfügung: 160
OK Senden...
Alle Kommentare anzeigen

Neueste Kommentare

04.11 | 17:06

Wir fahren oft mit Seilbahnen und geniessen den Rundblick - der Lärm hat uns nie gestört, haben aber Verständnis für Menschen, die bei einer Station leben.

...
04.11 | 11:07

Dass die unnötige Zooseilbahn keinen Lärm verursacht ist falsch. Herr Gerber hat wohl noch nie neben einer Seilbahn Tal- oder Berg-station gelebt! Mehr Verkehr.

...
28.08 | 12:11

Toller Bericht, schöne Aufnahmen!

...
10.12 | 15:36
Barack Obama erhielt 1
Ihnen gefällt diese Seite