Einsatz für eine neue Strategie

Albert Einstein mit Erich Gerber (im Rosengarten Bern)

Erich Gerber
Mitglied BDP Stadt Zürich
Stettbachstrasse 75, 8051 Zürich
Tel. 044 322 59 86
erich.gerber-zh@bluewin.ch
www.aktivsenior-erichgerber.ch

24.10.2018

Persönliches Arbeitsblatt zum Thema:
«Altersstrategie der Stadt Zürich

Als Aktivsenior und Mitglied der BDP Stadt Zürich möchte ich mich vor allem für die künftige Altersstrategie der Stadt Zürich engagieren. Mit dem  diesbezüglichen Postulat, das GR Ernst Danner (EVP) zusammen mit GR Raphael Kobler (FDP) und hoffentlich vielen Mitunterzeichnenden zur künftigen Altersstrategie einreichen wird, bin ich einverstanden.

Auf Rundfrage der Stadtpartei habe ich mich bereit erklärt, am 24. März 2019 im Wahlkreis 11/12 Zürich der BDP für den Kantonsrat zu kandidieren. Ich melde mich, um auch hier in Sachen Alterspolitik etwas beizutragen und unsere Partei bestmöglich zu unterstützen. 

Was verstehe ich unter aktivem Altern?
Ich denke selber an folgende 5 Punkte:

1. Beschäftigungsmöglichkeiten ab Alter 50 oder spätestens 65 für alle,  die sie brauchen oder wünschen

2. Altersgerechtes Wohnen, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden, später in preisgünstigen Unterkünften

3. Gesund leben (mit genügend körperlicher Bewegung und gesunder Ernährung)

4. Etwas Neugierde und ständige Weiterbildung

5. Aufbau und Pflege guter persönlicher Kontakte im eigenen Umfeld.

 

Mein Slogan lautet: «Vorwärts – für ein Alter in Bewegung“

Die Mehrheit der Stimm- und Wahlbürger in unserem Land sind ja Menschen über 50 oder sogar 60. Diese wollen wir für uns interessieren und wenn möglich gewinnen. Programme 50+ und 60+ sind sehr beliebt.

Mit einem solchen Engagement könnte und wird sich unsere BDP im breiten Volk profilieren.

Unsere Partei als neue Kraft für aktive Seniorinnen und Senioren!

Am 19. Oktober 2014 habe ich einen ersten Antrag an die kantonale Parteileitung gestellt:

Unsere Mitte-Partei soll sich in Zukunft vermehrt mit der formulierten Altersstrategie der Stadt Zürich und der Alterspolitik des Kantons Zürich auseinandersetzen und mit Unterstützung von Fachleuten zu Aufgaben und Problemen Stellung nehmen, die für die Vorsorge und künftige Lebensgestaltung unserer älteren Bevölkerung wichtig und nötig sind.

Zu diesem Zweck ist folgende grundsätzliche Formulierung neu in die Statuten und das Programm aufzunehmen:

Das Wohl unserer älteren Bevölkerung liegt uns sehr am Herzen, wie sie lebt, wohnt und gepflegt wird.“

Oberstes Ziel der gesamten Alterspolitik sollte sein, dass ältere Menschen bis zuletzt auf würdige, finanzierbare Weise in ihren eigenen vier Wänden leben und dort wenn nötig unterstützt und gepflegt werden können.

Gemäss offizieller Statistik wird in wenigen Jahrzehnten jeder dritte Bewohner der Stadt Zürich 65-jährig oder älter sein.

Mit 65 Jahren haben rüstige Mitmenschen noch 20-25 Jahre vor sich, also einen Drittel ihres Lebens. Was machen sie damit? Ein grosses Kapital an Goodwill und Manpower wird frei, das von unserer Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur noch besser genutzt werden könnte.

Wie können wir solche Persönlichkeiten für unsere Anliegen interessieren oder sogar als „Fans“ und Mitglieder gewinnen?
Sollte das nicht unser Ziel sein?

Ausserordentlich wichtig sind in vielen Organisationen und Vereinen schon heute die vielen Helferinnen und Helfer, ohne die es oft gar nicht mehr ginge, vor allem in den Kirchen, Spitälern, Schulen und bei der nicht minder wichtigen Nachbarschaftshilfe.

Zum Beispiel unsere reformierte Kirche Schwamendingen-Saatlen:
Meine Frau Susy und ich machen seit Jahren hier gerne und intensiv mit (auch auf Auslandexkursionen wie z.B. kürzlich auf den Spuren von Paulus in der Türkei).
Wir haben dabei sehr viele Mitmenschen kennen- und schätzen gelernt. Das breite Pfarrteam bietet ein enormes, vielseitiges Programm für Hunderte älterer, oft alleinstehende Menschen. In den Kirchen und Kirchgemeindegebäuden werden fast jeden Tag interessante Anlässe angeboten.

Alle vierzehn Tage gibt es im Kirchgemeindehaus Schwamendingen für CHF 10.- pro Person ein feines «Zmittag für alli», das von Freiwilligen organisiert und jeweils von bis zu hundert Personen genossen wird. In der Ladenkirche habe ich in den vergangenen Jahren drei Fotoausstellungen veranstaltet.
Meine Frau und ich wirken auch mit Interesse in der Oekumenischen Gesprächsgruppe mit. Besonders interessant sind die Präsentationen des Zürcher Forums der Weltreligionen, wo wir andere Religionen kennen- und respektieren lernen.

Zum Zielpublikum unserer Partei in der Bevölkerung gehören somit rüstige „Aktivsenioren und Aktivseniorinnen“, die wir anregen, ihr Leben weiterhin nach eigenen Wünschen und Möglichkeiten zu gestalten und je nachdem auch politisch einzusetzen.

Durch die Ausübung ihres Wahl- und Stimmrechts haben sie die Möglichkeit, auf die Gestaltung der Politik im kommunalen, kantonalen und nationalen Rahmen Einfluss zu nehmen.

Da es für die Wählbarkeit in Parlamenten keine Altersgrenze gibt, steht ihnen grundsätzlich der Weg frei, auch in politischen Gremien mitzuwirken.

Unsere Partei erklärt sich auch bereit, berechtigte Anliegen von privaten Organisationen politisch zu unterstützen, z.B. des Schweizerischen Seniorenrates, von Pro Senectute, des Spitexverbandes, des Zürcher Senioren- und Rentnerverbandes (ZRV) sowie weiterer einschlägiger Gruppierungen.

Meine diversen Aktivitäten

Einen ersten Vorstoss betr. Alterspolitik der BDP habe ich am 12. August 2013 beim damaligen Präsidenten der Stadtpartei unter-nommen.

Am 13. Januar 2014 habe ich im „Hirschen“ Schwamendingen einen gut besuchten öffentlichen BDP-Anlass zur Alterspolitik in der Stadt Zürich durchgeführt, zusammen mit dem früheren Stadtarzt und Privat-dozenten Dr. med. Albert Wettstein und Hans Rudolf Winkelmann, dem früheren Leiter des Altersheimes Dorflinde und früheren Leiter der Zentrale Spitex in der Stadt Zürich.

Etwas anderes:
Mein Engagement für einen rauchfreien HB Zürich

Seit einiger Zeit setze ich mich dafür ein, dass die SBB den HB Zürich als rauchfrei erklären. Selber habe ich nie geraucht. Die SBB haben darauf reagiert, die unterirdischen Perrons wurden rauchfrei erklärt und auf den oberen Perrons Raucher-Stellen gelb markiert. Das hat in den Medien zu öffentlichen Diskussionen geführt – pro und contra.
Im laufenden Jahr wird der Bahnhof Stadelhofen versuchsweise rauchfrei erklärt. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die SBB später alle Bahnhöfe unseres Landes rauchfrei erklären. Für mich wäre das ein grosser Fortschritt.

Doch jetzt zurück zur Alterspolitik in der Stadt Zürich

Die verstorbene Stadträtin und Vorsteherin des Sozialamtes der Stadt Zürich, Frau Dr. Emilie Lieberherr, hat von 1970 bis 1994 (also während mehr als 20 Jahren!) insgesamt 22 Altersheime im Raum Zürich errichtet. Sie hat die moderne Sozialpolitik unserer Stadt geschaffen und praktisch umgesetzt. Heute gibt es 23 Altersheime in der Stadt Zürich.

Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat seine Alterspolitik im Juli 2009 beschlossen.

Die Altersstrategie für die Stadt Zürich wurde im Juni 2012 neu herausgegeben.
Es geht um die Anliegen und Probleme von Zehntausenden älterer Menschen in unserer Stadt, mit denen sich das Gesundheits- und Umweltdepartement (GUD) mit rund 7’000 Beamten befasst.

Vorsteher ist seit kurzem Stadtrat Andreas Hauri (GLP).

Am 10. Oktober 2018 hat er via Tagblatt der Stadt Zürich bekanntgegeben, dass er diese 10-jährige Altersstrategie mit seinem Team vom GUD überarbeiten und den heutigen Anforderungen anpassen will.

Wenn wir aktiv mitwirken, könnte das zu einem Wendepunkt in der städtischen Altersstrategie werden.

Neue Kommission EVP-BDP-FDP für Altersstrategie

Am 20.10.2017 hatte ich führende Persönlichkeiten zu einer Besprechung ins Hotel St. Gotthard eingeladen. Die Hauptteilnehmer waren GR Ernst Danner, Präsident EVP Stadt Zürich, Wolfgang Kweitel, Präsident BDP Stadt Zürich, und der Jurist GR Raphael Kobler (FDP).
Wie man sich erinnert, hat unsere BDP bei den letzten GR-Wahlen in der Stadt Zürich der EVP eine gute Unterstützung geleistet. Das führt zu diesen weiteren guten Kontakten und hoffentlich auch zu einer verstärkten politischen Zusammenarbeit „in der Mitte“.
Alt KR Hans-Rudolf Winkelmann (LdU) hat an dieser Sitzung aus seiner grossen Erfahrung die städtische Alterspolitik Zürich dargestellt und kritisch beurteilt. Er war Heimleiter der Stadt Zürich, Leiter der Zentralstelle Spitex der Stadt Zürich sowie langjähriger Berater und Ausbildner in Altersarbeit. Am 5. März 2018 hat er die nachfolgenden Anregungen in einem Offenen Brief dem GUD zur Verfügung gestelltund hat darauf eine Antwort erhalten.

H.R. Winkelmann zur städtischen Alterspolitik:

Aus der Sicht von H.R. Winkelmann muss die ganze Organisations-struktur der städtischen Altersarbeit hinterfragt werden. In den Quartieren sollten wirkliche Alterszentren mit Pflegewohngruppen, Altersheimplätzen, Alterswohnungen, Spitexstützpunkten sowie weiteren Diensten wie Nachbarschaftshilfe oder kirchliche Sozial-hilfen geschaffen werden – anstelle der heutzutage isolierten und zentral geführten Einrichtungen.

Bei flexiblen Alterszentren erübrigt sich die Trennung zwischen Wohnungen, Altersheim und Pflegeeinrichtungen, da sich diese den Bedürfnissen älterer Menschen anpassen und nicht umgekehrt.
Die künftige Altersarbeit müsse nicht nur «für», sondern «mit» den alten Menschen entwickelt werden.
Hans-Rudolf Winkelmann bedauert, dass es in unserer Stadt bisher noch nicht gelungen ist, eine schlagkräftige Alterslobby aufzubauen. Alte Menschen sollten gesellschaftlich und politisch noch präsenter sein, zum Beispiel in einem Altersrat für die Stadt, mit entsprechenden Kompetenzen und Pflichten.

Vor allem fordert er die Schaffung eines zentralen Demenzzentrums mit allen Dienstleistungen für Angehörige und Betroffene in den Bereichen Abklärung, Begleitung, Betreuung und Pflege (offen, ambulant, halbambulant und stationär).
Die zunehmenden Demenzprobleme in unserer Bevölkerung verlangen eine solche Einrichtung. Weitere wichtige Punkte betreffen die Förderung und Schulung des Personals. Hier müsste die Stadt mindestens eine Koordinationsfunktion übernehmen. Ferner sollten Schulungs- und Bildungsangebote für lebenserfahrene Frauen und Männer realisiert werden.

Schliesslich bedauert H.R. Winkelmann, dass das Personal viel zu stark mit administrativen Arbeiten belastet wird.

Möglicherweise wäre zu prüfen, ob die jetzigen Einrichtungen aus der Verwaltung ausgegliedert und in eine öffentlich-rechtliche Stiftung mit eigener Rechtspersönlichkeit und Rechnung überführt werden müssten, analog den Alterswohnungen.
So viel zu seinen Ausführungen.

Ich möchte unsere neue Altersstrategie-Kommission EVP-BDP-FDP weiterführen und beratend in den Dienst der städtischen Erneuerungsarbeit stellen. Hoffentlich gelingt es uns, weitere Mitteparteien für eine Mitwirkung in dieser neuen politischen Gruppierung zu gewinnen.

Dafür möchte ich mich mit unserer Partei einsetzen:

Erstens: Aenderung des BVG
Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG)
Sehr dringend, wichtig und nötig ist die Anpassung dieses Bundesgesetzes.
Das BVG vom 25. Juni 1982 hat die Arbeitgeber verpflichtet, für ihre regel-mässigen Angestellten eine Versicherung abzuschliessen, die die Bildung eines Alterskapitals ermöglicht. Die Lohnabzüge sind von beiden Seiten hälftig zu tragen.

Um ältere Angestellte in Anbetracht der kürzeren Zeit zur Kapital-bildung etwas besser zu stellen, wurden steigende prozentuale Lohnabzüge vorgesehen: für das Alter von 24 bis 34 Jahre: 7 %; 35-44 Jahre: 10 %; 45-54 Jahre: 15 % sowie 55-65 Jahre: 18 %.

Das war zu Beginn so vorgesehen, um den älteren Arbeitnehmern noch etwas mehr Rentenkapital zu bilden. Das war die Erklärung für die höheren BVG-Beiträge gegenüber dem einheitlichen AHV-Betrag.

Diese gut gemeinte Steigerung wirkte sich schon damals bei schwachen Firmen nachteilig für die Angestellten aus, musste die Firma im Extremfall 9 % aufwenden, gegenüber bloss 3,5 % für junge Angestellte.

1995, nach zehn Jahren ging die Generation der 55-Jährigen in Pension – damit hätte der Satz von 18 % abgeschafft werden sollen. Doch es geschah nichts. Heute werden jene Menschen, die seit Beginn ab Alter 25 mit dabei sind und Kapital gebildet haben, ebenfalls auf 18 % hinaufgestuft. Das müssen wir als UNSINN bezeichnen.
Die Politik hat offenbar keine Lust auf eine Revision dieses Gesetzes.

Muss eine Firma sparen, kündigt sie älteren Mitarbeitern und stellt junge, billigere ein, womöglich pflegeleichte Ausländer.

Heute – nach 36 Jahren – sind diese Ansätze immer noch gleich hoch, obwohl die obersten Altersgruppen schon pensioniert sind.

Jetzt, wo eine wirtschaftliche Abkühlung zu verspüren ist, wird die vermeintliche Besserstellung der Aelteren zu deren Nachteil. Wenn Firmen sparen müssen, entlassen sie eher die relativ teuren BVG-Angestellten.

Damit provoziert das BVG-Gesetz eine ALTERSDISKRIMNIERUNG.

Für 50-Jährige sind die Aussichten offenbar sehr schlecht, eine neue Arbeit zu finden. Das beweisen viele Beispiele. Unsere Tochter Brida hat zum Beispiel mit 59 Jahren zur Zeit Mühe, eine passende, neue Stelle zu finden.

Für Arbeitgeber macht es offenbar Sinn, jüngere, „billigere“ Arbeits-kräfte einzustellen. Das erklärt, warum heute zahlreiche Ausländer neu einwandern und sich für solche Stellen melden.

Die Arbeitslosen-Statistik verfälscht die Realität, denn nach dem Ablauf der Berechtigung für den Bezug von Taggeldern fallen Arbeitslose aus dieser Statistik und werden zu Sozialbezügern.
Wenn die Wirtschaft auf tieferem Niveau stagniert, scheint sich die Arbeitslosen-Statistik langsam zu verbessern, weil die Ausgesteuerten nicht mehr erfasst sind. Dafür steigen sie Sozialausgaben, was die „Wirtschaft“ anscheinend nicht mehr betrifft…

Die AHV mit der oft ungenügenden BVG-Rente reichen oft nicht aus.

Bei Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit wird das BVG-Alterskapital nicht oder nur noch ungenügend alimentiert. Die schwache und wohl noch lange dauernde Tiefzinssituation schwächt jedes Rentensystem. Auch private Sparanlagen sind davon betroffen.

Alterskosten: Wer in Alters- oder Pflegheim zieht, wird mit Kosten konfrontiert, die bald das eigene Kapital aufzehren. Da springt die Ergänzungsleistung ein. Tendenz steigend. Man wird älter, die Gesundheitskosten steigen unaufhörlich.

Unsere Schlussfolgerung: Die Politik hat es verpasst, die BVG-Ansätze rechtzeitig auszugleichen. Somit schädigt sie die älteren Arbeitnehmer auf doppelte Weise: manche verlieren eher ihre Stelle, und ihr BVG-Alterskapital wird nicht mehr bedient.

Unser Antrag lautet, ab Alter 35 einen Einheitssatz einzu-führen.

 

Zweitens: Für eine fortschrittliche Altersstrategie in unserer Region und Stadt

Meine Zielvorstellung und Absicht:
Ich beantrage unserer Stadtpartei, anhand des Postulates von GR Ernst Danner und GR Raphael Kobler eine enge Zusammenarbeit mit der EVP, FDP, GLP und andern Mitteparteien in Sachen Alterspolitik anzustreben und zu vereinbaren.

Ueber den Präsidenten des Zürcher Senioren- und Rentnerverbandes (ZRV) Anton Schaller möchte ich erreichen, dass sich dieser Verband auch in der Alterspolitik der Stadt Zürich engagiert, wie er das schon mit Erfolg beim Regierungsrat für kantonale Belange tut. Anton Schaller hat eine Zusammenarbeit schon zugesichert, was uns sehr freut und anspornt.

Text dieses Postulates:

„Der Stadtrat wird aufgefordert zu prüfen, wie die vom Vorsteher des Gesundheits- und Umweltdepartements geplante Revision der Altersstrategie unter Berücksichtigung der folgenden Ziele und Grundsätze ausgestaltet werden kann:

Es wird ein integriertes Konzept für die Dienstleistungen im Bereich Wohnen, Betreuung und Pflege im Alter erarbeitet.

Die Dienstleistungen werden so aufeinander abgestimmt und angeboten, dass die grösstmögliche Selbstständigkeit im Alter und soweit immer möglich der Verbleib in der bisherigen Umgebung gewährleistet ist.

Die Dienstleistungen werden dezentral in den Stadtkreisen bzw. Stadtgebieten angeboten. Die dezentralen Alterszentren vereinen alle Aspekte von Wohnen, Betreuung und Pflege und sind baulich, organisatorisch und personell in die örtlichen Strukturen eingebunden.

Die Organisation und Führung der dezentralen Angebote wird so ausgestaltet, dass die Synergien für die ambulanten und stationären Wohn-, Betreuungs- und Pflegedienstleistungen optimal genutzt werden.

In den Stadtkreisen bzw. Stadtgebieten werden Anlaufstellen geschaffen, welche für alle Wohn-, Betreuungs- und Pflegedienst-leistungen zuständig sind und helfen, das am besten geeignete Angebot zu beanspruchen.

Die Finanzierung der Dienstleistungen wird – in Ergänzung zu den bundes- und kantonal-rechtlichen Regelungen - so ausgestaltet, dass im Alter für alle Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt jene Lösungen möglich sind, die den persönlichen Bedürfnissen entsprechen und die grösstmögliche Eigenständigkeit fördern.
Die zentralen Organisations- und Führungsstrukturen sind zu verschlanken und zu vereinfachen.“

Begründung:

Von den in der Stadt wohnenden Personen im Alter über 65 beanspruchten 2017 rund 13 % Spitexdienstleistungen, etwa 6 % Leistungen der Alters- und Pflegeheime und etwa 4 % Dienstleistungen der Stiftung für Alterswohnungen.

Die aktuellen städtischen Angebote für Wohnen, Betreuung und Pflege im Alter sind durch komplexe organisatorische Strukturen gekennzeichnet, die nicht einem integrierten Ansatz entsprechen, teilweise zu Doppelspurigkeiten führen und nicht immer den Bedürfnissen entsprechen. Die organisatorische Trennung von Alters- und Pflegeheimen wirkt nicht mehr zeitgemäss. Die Koordination zwischen ambulanten und stationären Angeboten wird durch die aktuellen Strukturen nicht wesentlich unterstützt. Ein integrierter quartier- bzw. stadtkreisbezogener Ansatz ist nur beschränkt erkennbar.

Im Rahmen eines überarbeiteten Alterskonzepts sollen koordinierte Angebote für das Wohnen, die Betreuung und die Pflege im Alter dezentral bereitgestellt werden. Die Bildung von integrierten, quartier- bzw. kreisbezogene Alterszentren mit Alterswohnungen sowie Alters- und Pflegewohnmöglichkeiten mit ambulanten und stationären Betreuungs- und Pflegedienstleistungen auf unterschiedlichen Stufen soll die grösstmögliche Selbstständigkeit der älteren Bevölkerung und den Verbleib in der gewohnten Umgebung fördern und Synergien ermöglichen.

 

Drittens: Für eine Zeitvorsorge

Im Jahr 2015 habe ich unserer kantonalen Parteileitung das aus St. Gallen bekannte System der Zeitvorsorge vorgeschlagen. Jetzt bin ich gespannt, ob und wie es umgesetzt wird.

Worum geht es bei der Zeitvorsorge?
Die Zeitvorsorge verfolgt das Ziel, älteren Menschen so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben zu Hause zu ermöglichen. Dazu möchten wir die Lebenserfahrung und Zeitreserven der aktiven und rüstigen Rentnerinnen und Rentner nutzen: Sie können ältere Seniorinnen und Senioren unterstützen und ihnen bei der Alltags-bewältigung zur Hand gehen.

Gesunde sind für die Kranken da, die Starken setzen sich für die Schwachen ein. Auch wenn es sich nicht immer um offensichtliche Tauschbeziehungen handelt, spielt der Tauschgedanke dabei dennoch eine Rolle: Wer heute hilft, hofft, dass ihm oder ihr später auch einmal geholfen wird. Dieser einfache Grundgedanke liegt auch der Zeitvor-sorge zugrunde.
Auch pflegende Angehörige, die sich um ihre Liebsten kümmern, können durch die Zeitvorsorge Entlastung erfahren.

Geben und Nehmen im Gleichgewicht
Das persönliche Engagement wird anerkannt: Geleistete Einsatzstunden werden dem persönlichen Zeitkonto gutgeschrieben. Wer später selber auf Hilfe angewiesen ist, kann die angesparten Stunden für eigene Leistungsbezüge einsetzen.

Solange noch niemand über Zeitguthaben verfügt, erhalten angeschlos-sene Organisationen von der Stiftung Zeitvorsorge ein Zeitkredit (z.B. 1000h). Die Organisationen setzen diese Zeitkredite für hilfs- und unterstützungsbedürftige Personen und Haushalte ein. Die Organisation vermittelt den Einsatz zwischen dem Zeitvorsorgenden und dem Leistungsbeziehenden. Die erbrachte Stundenleistung durch die Zeitvorsorgenden werden via Buchungsbeleg dem Konto des Zeitvor-sorgenden gutgeschrieben. Gleichzeitig nimmt der Zeitkredit der Organisation entsprechend ab.
 
In der Anfangsphase vermitteln die angeschlossenen Einsatzorgani-sationen die Einsätze. Mit den Jahren wird die Bedeutung der Vermitt-lung abnehmen, da frühere Zeitvorsorgende ihre Guthaben über die Web-Plattform in eigener Regie gegen Leistungen aktiver Zeitvorsor-gender eintauschen können.

Unsere kantonale Partei hat im Jahr 2015 eine Petition mit Unter-schriftensammlung für eine Zeitvorsorge gestartet, mit folgendem Text:

«Betreuung im Alter ist sehr teuer.
Nicht nur für die Leistungsbeziehenden, sondern auch für die Steuerzahler. Wir werden immer älter und der Bedarf an Betreuungs- und Pflegeleistungen steigt ständig. Damit verbunden steigen auch die Kosten – und zwar dramatisch. Darum hat die Bürgerlich-Demokratische Partei (BDP) im Jahr 2015 eine Petition gestartet und hofft auf eine breite Unterstützung.
Mit dieser Petition fordern wir die Verantwortlichen auf, ein Zeitvor-sorge-Modell zu prüfen und ein geeignetes Modell umzusetzen. In der Stadt St. Gallen wurde bereits ein Pilot-Versuch gestartet, im Kanton Aargau läuft ein Vorprojekt. Wieso also nicht auch bei uns im Kanton Zürich?

Wir müssen jetzt in die Zukunft investieren.
Wir BDP-ler nennen es die 4. Säule der Altersvorsorge
.
Dafür braucht es eine neue Währung: den Zeit-Franken. Bezahlt wird mit Zeit und Engagement, nicht mit Geld. Bei diesem Zeitvorsorge-Modell betreuen und unterstützen leistungsfähige Menschen ältere Mitmenschen, die auf Hilfe oder Pflege angewiesen sind. Das so angesparte Zeitguthaben kann später – bei eigener Hilfsbedürftigkeit – gegen entsprechende Unterstützungsleistungen  eingetauscht werden.

Unser Ziel

Hauswirtschaftliche Leistungen und allgemeine Betreuung – wie zum Beispiel  einkaufen oder  kochen – werden von der Krankenkasse nicht übernommen. Unterstützung von der Spitex oder anderen privaten Anbietern kann sehr teuer werden, obwohl die Gemeinden dabei mindestens die Hälfte dieser Kosten übernehmen. Ein entsprechendes Zeitguthaben würde die Situation entschärfen und entscheidend mithelfen, dass ältere Menschen so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben zu Hause führen können.

Mehr Infos: www.bdp-zuerich.ch


Unsere BDP ist eine moderne und innovative Partei

Die BDP ist eine innovative Partei, die sich den ökologischen Heraus-forderungen stellt und dem gesellschaftlichen Wandel Rechnung trägt. Eine moderne Partei, die ohne Scheuklappen politisiert und darum auch gute Ideen von links oder rechts unterstützt. Eine Partei, die bereit ist, mit Andersdenkenden Kompromisse zu finden, um eine Lösung zu erzielen. Eine Partei, die realistisch und zukunftsorientiert denkt und handelt.   

Die BDP präsentierte an ihrer DV vom 22. April 2017 in Pratteln ihren Kompass. Unter dem Titel „Bürgerlicher Fortschritt“ zeigt sie sowohl ihre Zukunft wie auch ihre Herkunft auf. Ihr genetischer Code ist in der fortschrittlichen und sozial-liberalen Politik der früheren Demokraten und BGB zu verorten. Damals wie heute muss eine liberale Partei auch Verantwortung übernehmen für die Schwächeren und für die Umwelt. Als Stimme der Vernunft und des Fortschritts steht die BDP nicht für politischen Einheitsbrei von rechts und links, sondern für „vorwärts!“.

Persönliche Bemerkung:
Breite Kreise im Publikum scheinen aber noch zu wenig oder gar nicht zu wissen, wofür sich unsere BDP zur Hauptsache einsetzt. Was heisst und bedeutet «bürgerlicher Fortschritt»? Welches sind unsere Themen – wofür engagieren wir uns konkret ? Im Volk haben wir noch zu wenig eigenes Profil.  Das erachte ich als folgenschweren Mangel. Wir müssen vermehrt konkrete Themen anpacken, bei denen man dafür oder dagegen sein kann wie zum Beispiel die «Alterspolitik in der Stadt Zürich».

Gemäss Programm setzt sich unsere bürgerliche Partei neben vielem anderem ausdrücklich für die Jungen, die Frauen und die Familien ein. Das ist gut so. 

Dabei wissen wir alle, dass die Lebenserwartung und damit die Zahl der älteren Menschen und deren Bedeutung ständig zunehmen.

Ist es nicht paradox, dass die Zahl der älteren Menschen ständig wächst, ohne dass ihr politischer Einfluss damit Schritt halten kann? Das muss zu einem öffentlichen Thema werden. Die Frage nach der „Alters- und Generationenverträglichkeit“ kommunaler, kantonaler und eidgenössischer Politik sollte eines Tages so selbstverständlich werden wie jene nach der Umwelt- oder Wirtschaftsverträglichkeit.

(Wenn ich noch etwas jünger wäre, würde ich mir allenfalls sogar die Gründung einer Senioren-Partei in unserer Stadt überlegen, wo ältere Menschen aus allen Schichten und Parteien mitmachen können.)

Was muss die Politik für die Vorsorge bedürftiger älterer Menschen rechtzeitig vorkehren, damit diese ein möglichst langes, gutes Leben führen können?

Um diese wichtige Grundfrage sollten sich alle sozial interessierten politischen Parteien und Organisationen kümmern – auch unsere BDP.

Darf ich mich kurz vorstellen:

Meine Frau und ich haben am vergangenen 6. Oktober auf Rigi Kulm unseren 60. Hochzeitstag gefeiert. Ich bin 86 Jahre alt und sehr gut zwäg. Wir haben eine Tochter und einen Sohn und 5 Enkel. Seit 40 Jahren leben wir im Raum Zürich, seit über 30 Jahren in Schwamendingen. Ich war Chef der Personalförderung in der SBG, nachher während 15 Jahren Tourismusdirektor von Stadt und Kanton Zürich, mit 50 Angestellten und 1'500 Mitgliedern. Anschliessend habe ich eine Marketingfirma gegründet.

In der Armee war ich zuletzt als Oberst im Generalstab Chef Information des Gebirgs-armeekorps 3 mit 15 Heereseinheiten. Meine gesamte Dienstzeit in der Armee beträgt viereinhalb Jahre.

Ich bin Ehrenmitglied des Rotary Club Zürich-Limmattal, des Musikverbandes der Stadt Zürich, der Stadtmusik Zürich und des Berner Vereins Zürich.

Während meiner Tätigkeit als Direktor der Hotelfachschule Lausanne habe ich die Planung der künftigen EHL in Chalet à Gobet eingeleitet. Während einer Legislatur (bis zum Umzug nach Zürich) war ich als Vertreter des Parti radical liberal Mitglied im legislativen Conseil communal von Lausanne.

Schon vor meiner Zeit als Aktivsenior war ich an verschiedenen Orten und in verschiedenen Parteien politisch tätig: Früher war ich Mitglied der FDP und Vorstandsmitglied verschiedener Kreisparteien in Liestal, Biel, Lausanne, Uitikon und Zürich.

Im Kanton Zürich war ich zuerst im Vorstand der FDP Uitikon-Waldegg. Später bin ich auf persönliches Angebot von Walter Frey in die SVP übergetreten und war einige Zeit Präsident des Kreispartei 12 in Schwamendingen.

Nicht zuletzt dank der gewinnenden Persönlichkeit von Martin Landolt bin ich in unsere BDP eingetreten, wo ich seit 5 Jahren Mitglied bin.

In meinem Freundes- und Bekanntenkreis werde ich mit meinen Argumenten Sympathisanten für unsere BDP anwerben und versuchen, eine Quartiersektion BDP Schwamendingen aufzubauen.

Meine Website www.aktivsenior-erichgerber.ch werde ich in Richtung Politik weiter ausbauen. (Gegenwärtig zählt sie 254‘700 Clippings).

Ich werde meine Serie von Leserbriefen fortsetzen und Kurzreferate zu diversen Themen entwerfen. Besonders gute Kontakte pflege ich mit dem Tagi und mit der Quartierzeitung «Zürich-Nord».  

Aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis werde ich Versandlisten erstellen (online und Post)

Erich Gerber

 

 

 

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Neueste Kommentare

04.11 | 17:06

Wir fahren oft mit Seilbahnen und geniessen den Rundblick - der Lärm hat uns nie gestört, haben aber Verständnis für Menschen, die bei einer Station leben.

...
04.11 | 11:07

Dass die unnötige Zooseilbahn keinen Lärm verursacht ist falsch. Herr Gerber hat wohl noch nie neben einer Seilbahn Tal- oder Berg-station gelebt! Mehr Verkehr.

...
28.08 | 12:11

Toller Bericht, schöne Aufnahmen!

...
01.11 | 11:44
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