Antrag an die BDP Schweiz

Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG)

Das Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) vom 25. Juni 1982 hat die Arbeitgeber verpflichtet, für ihre regelmässigen Angestellten eine Versicherung abzuschliessen, die die Bildung eines Alterskapitals ermöglicht. Die Lohnabzüge sind von beiden Seiten hälftig zu tragen.

Um ältere Angestellte in Anbetracht der kürzeren Zeit zur Kapital-bildung etwas besser zu stellen, wurden steigende prozentuale Lohnabzüge vorgesehen: für das Alter von 24 bis 34 Jahre: 7 %; 35-44 Jahre: 10 %; 45-54 Jahre: 15 % sowie 55-65 Jahre: 18 %.

Das war zu Beginn so vorgesehen, um den älteren Arbeitnehmern noch etwas mehr Rentenkapital zu bilden. Das war die Erklärung für die höheren BVG-Beiträge gegenüber dem einheitlichen AHV-Betrag.

Diese gut gemeinte Steigerung wirkte sich schon damals bei schwachen Firmen nachteilig für die Angestellten aus, musste die Firma im Extremfall 9 % aufwenden, gegenüber bloss 3,5 % für junge Angestellte.

1995, nach zehn Jahren ging die Generation der 55-Jährigen in Pension – damit hätte der Satz von 18 % abgeschafft werden sollen. Doch es geschah nichts. Heute werden die, die seit Beginn ab Alter 25 mit dabei sind und Kapital gebildet haben, ebenfalls auf 18 % hinauf-gestuft. Das müssen wir als UNSINN bezeichnen.
Die Politik hat offenbar keine Lust auf eine Revision dieses Gesetzes.

Muss eine Firma sparen, kündigt sie älteren Mitarbeitern und stellt junge, billigere ein, womöglich pflegeleichte Ausländer.

Heute – nach 36 Jahren – sind diese Ansätze immer noch  gleich hoch, obwohl die obersten Altersgruppen schon pensioniert sind.

Jetzt, wo eine wirtschaftliche Abkühlung zu verspüren ist, wird die vermeintliche Besserstellung der Aelteren zu deren Nachteil. Wenn Firmen sparen müssen, entlassen sie eher die relativ teuren BVG-Angestellten.

Damit provoziert das BVG-Gesetz eine ALTERSDISKRIMNIERUNG

Für 50-Jährige sind die Aussichten offenbar sehr schlecht, eine neue Arbeit zu finden. Das beweisen viele Beispiele. Für Arbeitgeber macht es offenbar Sinn, jüngere, „billigere“ Arbeitskräfte einzustellen. Das erklärt, warum heute zahlreiche Ausländer neu einwandern und sich für solche Stellen melden.

Die Arbeitslosen-Statistik verfälscht die Realität, denn nach dem Ablauf der Berechtigung für den Bezug von Taggeldern fallen Arbeitslose aus dieser Statistik und werden zu Sozialbezügern.
Wenn die Wirtschaft auf tieferem Niveau stagniert, scheint sich die Arbeitslosen-Statistik langsam zu verbessern, weil die Ausgesteuerten nicht mehr erfasst sind. Dafür steigen sie Sozialausgaben, was die „Wirtschaft“ anscheinend nicht mehr betrifft…

Die AHV mit der oft ungenügenden BVG-Rente reichen oft nicht aus.

Bei Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit wird das BVG-Alterskapital nicht oder nur noch ungenügend alimentiert. Die schwache und wohl noch lange dauernde Tiefzinssituation schwächt jedes Rentensystem. Auch private Sparanlagen sind davon betroffen.

Alterskosten: Wer in Alters- oder Pflegheim zieht, wird mit Kosten konfrontiert, die bald das eigene Kapital aufzehren. Da springt die Ergänzungsleistung ein. Tendenz steigend. Man wird älter, die Gesundheitskosten steigen unaufhörlich.

Unsere Schlussfolgerung: Die Politik hat es verpasst, die BVG-Ansätze rechtzeitig auszugleichen. Somit schädigt sie die älteren Arbeitnehmer auf doppelte Weise: manche verlieren eher ihre Stelle, und ihr BVG-Alterskapital wird nicht mehr bedient.

Unser Antrag lautet, ab Alter 35 einen Einheitssatz einzuführen.

Schluss

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Neueste Kommentare

04.11 | 17:06

Wir fahren oft mit Seilbahnen und geniessen den Rundblick - der Lärm hat uns nie gestört, haben aber Verständnis für Menschen, die bei einer Station leben.

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04.11 | 11:07

Dass die unnötige Zooseilbahn keinen Lärm verursacht ist falsch. Herr Gerber hat wohl noch nie neben einer Seilbahn Tal- oder Berg-station gelebt! Mehr Verkehr.

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28.08 | 12:11

Toller Bericht, schöne Aufnahmen!

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01.11 | 11:44
Altersstrategie erhielt 1
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